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In times of disposable tunes some still got them shelves…

In einer Zeit, in der Musik im Überfluß jedermann frei zugänglich ist, wird häufig verlernt, bzw. nicht mehr erlernt, das Produkt als ein im eigentlichen Sinne künstlerisches wahrzunehmen, das es zu entdecken, interpretieren gilt. Daran trägt der Musiker ebenso großen Anteil wie der Rezipient. Wo ersterer sich unter dem überwältigenden Eindruck der medialen Verfügbarkeit sehr häufig vom Künstlertum entfernt und die Musik nicht mehr als Ausdrucksmittel wählt, sondern lediglich als Selbstdarstellungsmittel benutzt, hat zweiterer unter dem ständigen und zumeist ziellosen, unreflektierten Musikkonsum die Sensibilität für das Kunstwerk nur allzu oft völlig verloren.

Mit Perverted Playlist wollen wir unseren Beitrag von Seite des Rezipienten zu einer Wiederannäherung leisten und eine Sammlung von Reviews und auch Reflexionen anlegen, die bewusst jenseits der sonst üblichen inhaltlichen Schranken angesiedelt ist. Wo andere Webzines zwangsläufig mit verkürzten Genreeinordnungen und knappen Bewertungen auskommen müssen, wollen wir versuchen, wieder die Volte hin zur Musik als Kunst zu vollziehen. Dabei sollen keine kategorialen Grenzen herrschen. Egal ob retrospektiv oder aktuell, ob Album- oder Liedrezension, Gedanken zu einem Künstler, einer Strömung, Satirisches, Absurdes – alles soll und wird seinen Platz in unserer Perverted Playlist finden. Einzig die künstlerische Reflexion, die Vollendung des Kunstwerkes Musik im Rezipienten, soll dabei Kriterium sein; die Erfahrung einer Kunstform in vielfältigster Ausgestaltung, die heute mehr denn je zu verblassen scheint.

Getragen wird die Idee von erfahrenen Musikliebhabern, Studenten der Germanistik und Philosophie, die das gemeinsame Ziel antreibt, ihren Kunstgenuss zu versprachlichen und so sich selbst und anderen mitteilbar zu machen. Grundlage hierfür bieten unsere eigenen individuellen Sammlungen, Leidenschaften, situative Kontexte. Der Projektname symbolisiert dabei unseren Anspruch, abseits von Genre- und Geschmacksgrenzen ein breites Spektrum von Tonkunst aufzuzeigen.

„Functionless Art Is Simply Tolerated Vandalism.

We Are The Vandals.“

(Type O Negative)

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